Samstag, 23. August 2008

Wiener Wasserrohrnetz zunehmend defekt

Langsam wachsen sich die Wasserrohrbrüche in
Wien zu einer Plage aus, so der Umweltsprecher der ÖVP Wien, LAbg.
Roman Stiftner, in Reaktion auf den zweiten Rohrbruch innerhalb von
24 Stunden in Wien Hietzing. Vor kurzem habe eine ähnliche Panne die
Triesterstraße überschwemmt. Auch im 7. Bezirk haben Rohrbrüche
Häuser in Mitleidenschaft gezogen. "Hierbei haben wir es mit einer
Serie von Wasserrohrbrüchen zu tun, die ihre Ursache nicht in
Zufälligkeiten hat, sondern anscheinend in einer Überalterung des
Wasserrohrnetzes in Wien", so der VP-Umweltsprecher.

Nachdem immer mehr Wohnhäuser und deren Mieter von solchen
Vorkommnissen betroffen sind, und wie im Falle von Hietzing wichtige
Straßen für Wochen gesperrt werden müssen, ist die Stadtregierung
dringend dazu aufgefordert, das gesamte Wasserrohnetz einer
generellen Überprüfung und einer darauf folgenden raschen und
systematischen Erneuerung zu unterziehen.

"Es wurden zwar immer wieder Rohrauswechslungen im Umweltausschuss
beschlossen, aber den Beteuerungen, diese würden reichen, um das
Wiener Wasserrohrnetz sicher zu machen, können wir angesichts der
Pannenserie nicht mehr den entsprechenden Glauben schenken", betont
Stiftner. "Für die Erfüllung unserer Forderung müsste eigentlich
genug Geld da sein, erwirtschaften doch die Wiener Wasserwerke im
Jahr 2007 einen Überschuss von über 54 Mio. Euro", erklärt der
VP-Umweltsprecher. Leider fließe dieses Geld in das allgemeine
Budget, um das dortige Budgetloch zu stopfen, anstatt eben zur Gänze
für eine Sanierung der Wiener Wasserrohleitungen eingesetzt zu
werden, kritisiert Stiftner abschließend.